Kolumne: Liebe Sandra Bullock, wieso sind die bösen Jungs so spannend?

Bad Boys sind umwerfend. Positiv wie negativ. Aber was macht ihren Charme aus? Und wieso verfallen tolle Frauen wie Sandra Bullock immer wieder dem Böse-Jungs-Image?

Bad Boys sind umwerfend herzzerreißend. Viele Mädels fallen im Laufe ihres Lebens mindestens ein Mal auf sie herein. Prominentes Beispiel aus den letzten Wochen: Sandra Bullock (51). Die Hollywood-Schauspielerin hat sich einen Mann geangelt, dem schon jetzt das Bad-Boy-Image anhaftet.

Dabei könnte man meinen, dass sie seit Jesse James (46) genug von Ar***löchern hat. Ihr Ex hatte sie während ihrer Ehe mit diversen Frauen betrogen. Warum sucht sich die zur „schönsten Frau der Welt“ gekürteOscarpreisträgerin also keinen Mann, dem nicht „Bad Boy“ auf die Stirn geschrieben steht?

Anziehungskraft der Bad Boys

Eigentlich ist es ganz einfach. Bad Boys wissen, was sie wollen und sie sehen meistens verteufelt gut aus. Sie scheinen unnahbar und sind oft sehr charmant. Wer einmal einen schubladenkonformen Musiker, Surflehrer oder Barkeeper gedatet hat, wird wissen, was ich meine. Das Problem: Sie wissen, wie attraktiv sie sind und können sich aus einer Schar Frauen eine aussuchen. Dadurch sind sie der absolute Ego-Boost.

Ein ganz entscheidender Faktor ist auch, dass man bei den bösen Jungs zwangsläufig am Haken hängt. Denn sie melden sich selten, aber tun sie es, springt das Herz gleich eine Etage höher. Klingt blöd, aber genauso wie Männer stehen auch viele Frauen auf die Jagd. Macht es einem der Typ zu einfach, wird es unspannend. Dann verschwindet nicht nur die Libido. Apropos Libido: Dank genügend Erfahrung haben sie es im Bett einfach drauf. Und ganz ehrlich, welche Frau steht nicht auf richtig guten Sex?!

Carrie & der „erlesene Schmerz“

An dem schmerzlich süßen Haken hängen Bad-Boy-Süchtige so lange, bis sie stark genug sind, sich aus der selbstgewählten Geiselhaft zu befreien. Doch bis es so weit ist, können Monate oder sogar Jahre vergehen. Zu fesselnd ist dieser „erlesene Schmerz“, wie Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker, 50) einst in der Kultserie „Sex And The City“ beschrieb.

Eine Freundin, die jahrelang einen bindungsunwilligen Mann gedatet hat, sagte mir mal: „Vielleicht braucht es einfach Zeit. Er hat so viel Schlimmes erlebt und hat Angst, sich wieder zu binden.“ Sie wünschte sich inständig, seine harte Schale durchbrechen und den schnurrenden Schmusekater zum Vorschein bringen zu können. Wer ein, zwei Bad Boys gedatet hat, weiß aber: Das ist absoluter Bullshit. Mittlerweile hat sie sich von ihm befreit und ist überglücklich darüber. Und er? Tja, er hat bis heute Angst vor einer festen Bindung.

Ist das schlimm? Nein! Denn: Träumt ein Mädchen von dem ominösen Richtigen, träumt sie sicher nicht davon, dass die Beziehung mit Herzschmerz beginnt. Wünschen sich die meisten nicht einen liebevollen, treuen, charmanten, lustigen und hübschen Mann, der ein eigenes Leben hat, seiner Liebsten darin aber mit Freude einen Platz einräumt? Einen Mann, der genau in der Mitte ist zwischen dem, der die Einkauftüten beim Shoppen hinterherträgt und dem, auf dessen Anruf man drei Wochen warten muss? Vielleicht hat Sandra Bullock ihren Mittelweg-Mann gefunden. Denn auch, wenn viele Bad Boy schreien, hat der hübsche Bryan Randall (49) bisher nichts getan, was diese Theorie bestätigt. Oder bin ich naiv?

Von Anna Wengel

Veröffentlicht bei Purestars: Hier geht’s zur Kolumne.

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